Warum eine hohe Trefferquote keinen Gewinn garantiert

Die Trefferquote ist der Anteil positiver Trades in einer bestimmten Menge. Sie beschreibt Häufigkeit, nicht Betrag.

Drei Größen

Mit Gewinnanteil p, mittlerem Gewinn W und absolutem mittlerem Verlust L gilt ohne Nullergebnisse:

E = p × W − (1 − p) × L.

Nullergebnisse benötigen einen eigenen Anteil. Nutzen Sie gleiche Einheiten und vergleichbare Positionsgrößen. Durchschnittlicher Tradegewinn ist nicht die zusammengesetzte Kontorendite.

Fiktive Beispiele

Acht Gewinne +1 und zwei Verluste −5 ergeben 80 % Trefferquote, Summe −2 und Mittel −0,2 vor Kosten.

Vier Gewinne +3 und sechs Verluste −1 ergeben 40 %, Summe +6 und Mittel +0,6. Das sind arithmetische Reihen, keine Marktleistungen.

Durchschnittliche Kosten 0,2 je Trade verändern die Mittel auf −0,4 und +0,4.

Zwei Reihen mit zehn Ergebnissen: achtmal +1 und zweimal −5; viermal +3 und sechsmal −1.
A: Trefferquote 80 %, Summe −2. B: Trefferquote 40 %, Summe +6. Fiktive Einzelergebnisse vor Kosten, keine echte Strategie.

Auch der Mittelwert reicht nicht

Gleiche Erwartung kann mit unterschiedlichen Drawdowns, Verlustfolgen und Extremrisiken einhergehen. Dokumentieren Sie Anzahl, Streuung und Kontext.

Die historische Quote p ist nicht automatisch die Wahrscheinlichkeit des nächsten Gewinns. Kleine oder abhängige Stichproben verlangen Vorsicht. Die Formel verspricht keinen zukünftigen Profit; Kosten gehören zur Auswertung.

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