Look-ahead-Bias und Repainting: Wann war die Information bekannt?

Look-ahead-Bias entsteht, wenn eine historische Entscheidung später verfügbare Informationen benutzt. Repainting bezeichnet nachträglich veränderte Werte oder Markierungen. Eine offene Kerze verändert sich naturgemäß; das allein ist kein Blick in die Zukunft.

Zwei Zeitpunkte

Ein Hoch am Montag kann erst nach zwei folgenden abgeschlossenen Kerzen mit niedrigeren Hochs bestätigt sein. Die Beschriftung darf den Montag markieren; eine simulierte Montagsentscheidung durfte die erst nach Mittwoch bekannte Bestätigung nicht verwenden.

Die Verzögerung ist nicht zwangsläufig ein Fehler. Problematisch ist, sie zu verschweigen und den fertigen Chart als damaliges Wissen auszugeben.

Reproduzierbare Prüfung

Betrachten Sie aufeinanderfolgende Datenpräfixe ohne spätere Fortsetzung. Dokumentieren Sie Ereignis, Datenverfügbarkeit und Bestätigung getrennt. Eine Entscheidung aus dem Schlusskurs kann nicht vor dessen Bekanntwerden liegen. Das endgültige Tageshoch ist während des laufenden Tages unbekannt.

Kennzeichnen Sie vorläufige Lesarten und bewahren Sie frühere Versionen. Prüfen Sie außerdem Datenkorrekturen und Quellenwechsel: Nicht jede Änderung ist Zukunftsleckage.

Das prüft Informationskausalität, nicht Profitabilität. Dafür braucht es eine unabhängige Untersuchung.

Siehe TradingView zu Repainting. Das Wochentagsbeispiel ist fiktiv und keine Detektorbeschreibung.

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