Lineare und logarithmische Charts: Was wird gemessen?

Eine lineare Achse stellt gleiche Preisdifferenzen gleich weit dar. Eine logarithmische Preisachse stellt gleiche Verhältnisse gleich weit dar. Die Zeit bleibt meist linear.

Differenz und Verhältnis

10 → 20 und 100 → 110 verändern beide um 10 Einheiten: gleiche lineare Höhe, aber +100 % und +10 %. Linear ist für absolute Größen sinnvoll, nicht grundsätzlich falsch.

10 → 20 und 100 → 200 verdoppeln beide: log(20/10)=log(200/100). Ebenso ergeben 100 → 110 und 200 → 220 je +10 %. Die Logarithmusbasis verändert Einheiten, nicht diesen Zusammenhang.

+50 % und −50 % heben sich nicht auf: 100 → 150 → 75. Zurück von 150 auf 100 benötigt −⅓.

Die Preise 10, 20, 40, 80 und 160 auf linearer und logarithmischer Achse.
A: linear; B: logarithmische Preisachse. Gleiche Verdopplungen werden links größer, rechts gleich hoch dargestellt. Fiktive positive Preise.

Linien und Grenzen

Eine lineare Gerade entspricht konstantem absolutem Wandel, eine logarithmische konstantem relativem Wachstum. Neigung und Schnittpunkte gezeichneter Linien können abweichen.

Die Achse ändert OHLC nicht und beseitigt keine Preisregelverletzung. Geben Sie die Messweise für Proportionen an.

Gewöhnliche Logarithmen sind für null und negative Preise undefiniert. Wählen Sie eine andere Darstellung statt stiller Entfernung. Logdifferenzen sind nicht exakt einfache Prozentänderungen.

Siehe TradingView. Darstellungswahl verbessert Vergleichbarkeit, nicht automatisch Prognosen.

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